Innovative Minds #02
Sofie ostrau M. Sc.
Wie entstehen Innovationen zwischen Praxis und Forschung? In unserer Reihe „Innovative Minds“ stellen wir Menschen aus Wissenschaft und Wirtschaft vor, die mit ihrer Arbeit Innovationen für die Hansebelt-Region vorantreiben. Diesmal: Sofie Ostrau M. Sc., Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Interaktive Systeme der Technischen Hochschule Lübeck.
Woran forschen Sie?
Mein Fokus liegt auf der Mensch-Computer-Interaktion, also darauf, wie Menschen mit digitalen Systemen umgehen. Dabei beschäftige ich mich mit Themen wie User Experience, Usability und Barrierefreiheit aber auch mit der Frontend-Entwicklung.
Wie trägt Ihre Arbeit dazu bei, Herausforderungen aus der Praxis zu lösen und Innovationen für die Hansebelt-Region zu gestalten?
Ich möchte digitale Technologien so gestalten, dass sie für alle Nutzenden zugänglich und nutzbar sind. In einer Region wie dem Hansebelt, bedeutet das, praxisnahe und inklusive Lösungen zu entwickeln. Mit Projekten wie dem Digital Learning Campus (DLC) fördern wir digitale Teilhabe und stärken so die Innovationskraft in der Region.
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An welcher Innovation arbeiten Sie aktuell?
Aktuell arbeite ich in zwei Drittmittelprojekten. Im Digital Learning Campus (DLC) setzen wir uns dafür ein, digitale Bildung in Schleswig-Holstein neu zu denken. Der DLC ist ein landesweites Innovationsprojekt. Ziel ist es, Lernangebote zu entwickeln, die allen Menschen den Zugang zu Zukunftskompetenzen ermöglichen. Ich beschäftige mich dabei besonders mit der Frage, wie digitale Lernumgebungen barrierearm, gebrauchstauglich und motivierend gestaltet werden können.
Im Projekt Modulare Netzsicherheit (MoNeSi) geht es um die Entwicklung eines Trainingsbaukastens für Netzführungspersonal, um Sicherheitsrisiken in dezentralen Energienetzen besser zu verstehen und abzuwehren.
Worin genau sehen Sie den Mehrwert von Projekten, die Praxis und Forschung verbinden?
Der direkte Austausch mit der Praxis sorgt dafür, dass wissenschaftliche Erkenntnisse in reale Anwendungen einfließen und umgekehrt bringen Praxiserfahrungen neue Forschungsimpulse. Das macht die Ergebnisse nachhaltiger, anwendbarer und oft auch kreativer.
Welche Art von Kooperation oder Austausch mit der Wirtschaft suchen Sie gerade?
Ich freue mich über Partner*innen, die an inklusiven, nutzungsfreundlichen digitalen Lösungen interessiert sind, insbesondere im Bildungs- oder Technologiebereich. Spannend sind Kooperationen, in denen wir gemeinsam Lern- oder Trainingsangebote entwickeln und erproben können.
Was hilft Ihnen persönlich dabei, neue Ideen und Innovationen umzusetzen?
Ich arbeite stark nutzungszentriert und habe dabei die Bedürfnisse der Nutzenden im Blick. Der enge Austausch mit Anwender*innen ist für mich die beste Innovationsmethode. Außerdem entstehen die besten Ideen, wenn Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammenarbeiten.
