Neue Verstärkung im Technologietransfer: Philipp Lang startet an der Universität zu Lübeck

Mit Philipp Lang gewinnt die Universität zu Lübeck ab dem 01. April 2026 einen erfahrenen Experten für Erfindungen, Patente und Innovationsprozesse. Als neuer Bereichsleiter für Erfindungen und Patente im Referat Technologietransfer wird er künftig eine zentrale Schnittstelle zwischen Forschung, Wirtschaft und Behörden bilden – und Forschende auf dem Weg von der Idee zur geschützten Innovation begleiten.

Im Interview spricht er über seinen Werdegang, seine Aufgaben und darüber, wie er Forschende der Universität zu Lübeck unterstützen möchte.

Herr Lang, was waren Ihre bisherigen Stationen und welche Kompetenzen bringen Sie mit an die Universität zu Lübeck?

Ich habe Mikrosystemtechnik an der Universität Freiburg studiert und dort auch promoviert. Anschließend war ich in der industriellen Forschung tätig, unter anderem bei GE Global Research im Bereich Life Sciences sowie bei ZF Friedrichshafen in der Automobilindustrie.

In beiden Stationen habe ich in der zentralen Forschung gearbeitet – sowohl als Entwickler als auch als Innovationsmanager. Dabei stand ich auf der Seite der Erfinderinnen und Erfinder und habe Patente, Strategien und deren Verwertbarkeit für neue Technologien mitentwickelt. Diese Erfahrung hilft mir heute, die Perspektiven von Forschung und Anwendung zusammenzubringen und gezielt weiterzuentwickeln.

Welche Aufgaben übernehmen Sie künftig im Referat Technologietransfer?

Ich verantworte künftig die Verwaltung und strategische Weiterentwicklung aller Erfindungen und Patente der Universität zu Lübeck sowie des UKSH Campus Lübeck. Ein zentraler Fokus liegt dabei auf der Verwertung von Schutzrechten – etwa durch Lizenzierungen oder Ausgründungen.

Gleichzeitig geht es darum, Forschende frühzeitig zu begleiten und gemeinsam zu klären: Was ist die eigentliche Erfindung – und wie kann sie sinnvoll geschützt werden? Wir schützen dabei nicht das fertige Produkt, sondern die zugrunde liegende Idee. Auf dieser Basis entwickeln wir Patentstrategien, die sowohl wissenschaftlichen als auch wirtschaftlichen Mehrwert schaffen können.

Ergänzend möchte ich Workshops und Schulungen anbieten, um zu zeigen, wie einfach und lohnend Erfindungsmeldungen sein können und wie sich daraus konkrete Verwertungsperspektiven entwickeln lassen.

Zu welchen Themen können sich Mitarbeitende und Forschende an Sie wenden?

Zu allen Fragen rund um Erfindungsmeldungen, Patente und Patentstrategien an der Universität zu Lübeck. Dazu gehören beispielsweise erste Einschätzungen, ob eine Idee schützbar ist, Fragen zur Patentanmeldung oder zur strategischen Weiterentwicklung von Forschungsergebnissen.

Auch Gründungsthemen spielen eine Rolle – diese gestalten wir an der Universität zu Lübeck eng gemeinsam mit dem GründerCube, der gemeinsamen Gründungsberatung zusammen mit der Technischen Hochschule Lübeck.

Grundsätzlich gilt: Es braucht keine fertige Idee. Viele Fragestellungen lassen sich am besten im frühen Austausch klären.

Wie erreicht man Sie am besten?

Am unkompliziertesten per Telefon oder E-Mail. Ich freue mich über jede Kontaktaufnahme und den direkten Austausch.

Worauf freuen Sie sich in Ihrer neuen Rolle besonders?

Ich freue mich besonders auf die strategische Weiterentwicklung des Themenfelds und auf den intensiven Austausch mit den Forschenden am Campus.

Viele Ideen haben großes Potenzial – dieses gemeinsam herauszuarbeiten und weiterzuentwickeln, ist ein zentraler Antrieb für mich. Gleichzeitig ist es mir wichtig, Hemmschwellen abzubauen: Es gibt keine „falschen“ Fragen und keinen Grund zur Zurückhaltung.

Im Technologietransfer verstehe ich mich gemeinsam mit dem Referat unter der Leitung von Holger Fischer als Türöffner: Wir unterstützen dabei, Ideen zu schützen, weiterzuentwickeln und in konkrete Anwendungen zu überführen. Gerade in einem forschungsstarken Umfeld wie an der Universität zu Lübeck sehe ich hier großes Potenzial.

Kontakt
Dr. Philipp Lang
Bereichsleiter Erfindungen und Patente Universität zu Lübeck
Tel.: 0451 3101 1152
Julia Hüschelrath
Kommunikationsmanagerin
Tel.: 0451 3101 1156
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